Die Katastrophe von Lakehurst

Zeppelin Hindenburg, Teil 2

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Die Katastrophe von Lakehurst | 36 Menschenleben kostete die Katastrophe von Lakehurst im Jahr 1937. Gleichzeitig war das Ereignis so richtig fett schlechte Publicity für Hitlers Kasperle-Theater mit den Mega-Luftballons. Der grösste Brummer aus der Luftschiff-Werft des Grafen Zeppelin in Friedrichshafen fing am Abend des 6. Mai – Minuten vor der Landung – Feuer und fand so Eingang in die Geschichtsbücher, gleich auf der Seite nach der Titanic. Aber im Unterschied zur Seefahrt, die sich von der Schiffskatastrophe wieder erholte, markierte jene missglückte Landung von LZ129 “Hindenburg” das Ende der Luftschiffahrt. Hier die Bilder der Katastrophe von Lakehurst:

Bild 1: Beim Abflug sind noch richtig gut drauf.

Bild 2: Das Feuer bricht im Heckteil des Zeppelins aus …

Bild 3: … und breitet sich innerhalb von nur 19 Sekunden im gesamten Rumpf des Luftschiffes aus.

Bild 4: Die “Hindenburg” hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht angedockt.

Bild 5: 36 der 97 im Zeppelin befindlichen Personen starben bei der Katastrophe. Zuerst sterben Crew-Mitglieder vorn im Luftschiff – durch den Feuerstoss in den Kopfteil des Giganten.

Bild 6: Durch das Flammenmeer entzündeten sich auch die zum Antrieb notwendigen Dieseltanks.

Bild 7: Bereits 37 Sekunden nach Ausbruch des Feuers war der gesamte Mantel des Zeppelins verbrannt.

Bild 8: Krasse Scheisse :(

Bild 9: Die sterblichen Überreste der 36 ums Leben gekommenen Besatzungsmitglieder und Passagiere kamen am 21. Mai 1937 in Cuxhaven an. Es wurde ein feierlicher Staatsakt organisiert.

Warum kam es zu dieser Katastrophe von Lakehurst? Wohl am wahrscheinlichsten ist folgende Erklärung: Bei der Landung muss in eine der Zellen im Heck des Zeppelins wegen des Reißens eines Spanndrahtes ein Leck gebildet haben, durch das Wasserstoff in den Raum zwischen Zelle und Hülle einströmte. Es bildete sich im oberen hinteren Teil ein brennbares Wasserstoff-Luft-Gemisch. Nach Abwerfen der Landetaue wurde nun die Oberfläche der Außenhülle des wegen geringerer elektrischer Leitfähigkeit nicht mehr so gut geerdet wie das Gerippe der “Hindenburg”. Bei den durch das Gewitter verursachten raschen Änderungen des atmosphärischen Feldes entstanden Potentialdifferenzen zwischen Stellen der Außenhülle und dem inneren Gerippe. Diese Stellen waren aufgrund von Regen noch hinreichend feucht. Die Potentialdifferenzen führten einen Spannungsausgleich durch einen Funken herbei. Dieser ermöglichte die Zündung Wasserstoff-Luft-Gemisches. Weitere Fotos vom Zeppelin Hindenburg gibt es hier: Zeppelin Hindenburg.

Tags: Zeppelin Hindenburg, Die Katastrophe von Lakehurst, Bild des Jahres 1937